#Prayer is boring

“The work of the Spirit can be compared to mining.  The Spirit’s work is to blast to pieces the sinner’s hardness of heart and his frivolous opposition to God.  The period of the awakening can be likened to the time when the blasts are fired.  The time between the awakenings corresponds, on the other hand, to the time when the deep holes are bored with great effort into the hard rock.

To bore these holes is a task which tries one’s patience.  To light the fuse and fire the shot is not only easy but also very interesting work.  One sees ‘results’ from such work.  It creates interest too; shots resound, and pieces fly in every direction. . . . .

The Spirit calls us to do the quiet, difficult, trying work of boring holy explosive material into the souls of the unconverted by daily and unceasing prayer.  This is the real preparatory work for the next awakening.”

Ole Kristian Hallesby, Prayer (Minneapolis, 1944), pages 76-77.

Quelle: https://blogs.thegospelcoalition.org/rayortlund/2017/08/10/prayer-is-boring-2/

#UnionistVoice: NAMED: The elected representatives on #Belfast City Council waging war against #Unionist culture

Source: https://unionistvoice.com/2017/08/15/named-the-elected-representatives-on-belfast-city-council-waging-war-against-unionist-culture/

Unionist Voice has decided to look into some of the key figures behind the cultural war being carried out against the Unionist community by Belfast City Council.

  • The leader of the Sinn Fein group on Belfast City Council is Jim ‘flash’ McVeigh. Mr McVeigh served two prison sentences for IRA terrorist activity. He was co-opted onto Belfast City Council in 2010. It is understood that Mr McVeigh was placed into Belfast City Council, despite many senior people in Sinn Fein having concerns, as a ‘reward’ for his time in prison. He is known in the council chamber for thuggish and bullying behaviour and has regularly lost his temper in media interviews.

 

  • Seanna Walsh is a Sinn Fein Councillor and is one of the longest serving IRA terrorist prisoners. It was Mr Walsh that was chosen to read the IRA’s end game statement in 2007. He has a long history of violent terrorist offences and is known as a key figure amongst the republican terror movement.

 

  • JJ Magee was never an IRA soldier. His role in Sinn Fein is largely due to his family connections with senior IRA terrorists. He was exposed in a BBC Spotlight documentary as part of a large scale Sinn Fein financial scam, in which his business profited handsomely. Loyalists mockingly referred to Magee as ‘Picasso’, poking fun at the large amount of cash he made from painting as part of the Sinn Fein scam. He is largely restricted from media interviews by the party and is seen as inarticulate and unpredictable. His twitter account has been described as “embarrassing” by other social media users.

 

  • Deirdre Hargey is Jim McVeigh’s deputy on Belfast City Council. She was present on the evening of the IRA murder of Robert McCartney and has never provided the PSNI with information in relation to the brutal and callous murder.

 

  • Geraldine McAteer is a Sinn Fein member and long time IRA supporter. She caused controversy in 2016 when an Irish News story exposed the fact that she had remained on the discredited Social Investment Fund scheme as a ‘community representative’, even after taking elected office as a Sinn Fein Councillor.

 

 

  • Nuala McAllister is the current Lord Mayor of Belfast. A member of the Alliance party she consistently votes alongside Sinn Fein on social and cultural issues. One senior Unionist in Belfast City Hall has described how Ms McAllister appears to have a “problem with Unionists”.

 

  • Emmet McDonough-Brown is an Alliance party councillor. He has consistently backed Sinn Fein on cultural and social issues and has been a high profile opponent of all aspects of Unionist culture.

 

  • Michael Long is the Alliance party leader on Belfast City Council. He has been described by one Unionist as “notoriously difficult with work with”. As leader of the Alliance group on the Council Mr Long has been at the forefront of their increasingly clear partnership with Sinn Fein and the SDLP as part of a broad ‘progressive’ pan-Nationalist coalition.

 

  • Tim Attwood is a key thinker within the SDLP. He is known to make more nuanced and articulate arguments as part of the attacks on Unionist culture. Described as someone who has a unique ability to “make hatred of Unionism sound reasonable”.

 

Those named are some of the key figures behind the ‘progressive’ pan-Nationalist coalition currently waging war on every aspect of Unionist culture within Belfast City Hall.

Hanniel: Wes­halb haben wir Men­schen #Krieg?

Quelle: http://www.josiablog.de/2017/08/weshalb-haben-wir-menschen-krieg/

Sie aßen vom Baum, obwohl sie nicht durften

Die ersten drei Kapitel der Bibel erzählen wir oft unseren Kindern und haften auch dem Jüngsten gut im Gedächtnis. Besonders der Sündenfall scheint schon bei kleinen Kindern eine große Resonanz hervorzurufen. Mit einem geheimnisvollen Blick erklärte mir mein Jüngster: „Sie aßen von dem Baum, obwohl sie nicht durften.“ Diesen Satz habe ich viele Male gehört. Dass ihm diese Aussage zuvorderst liegt, ist nicht von ungefähr. Die verhängnisvolle Tat, die aus dem ungehorsamen Herzen der ersten Menschen kam, veränderte unser gesamtes Sein und Leben, unsere innere und äußere Landschaft. Wir können tief greifende Veränderungen in vier Richtungen feststellen:

  1. Der Mensch entfremdete sich Gott. Dies zeigte sich sofort nach der Tat. Die Menschen stehen seither ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt da (Eph 2,12).
  2. Der Mensch entfremdete sich selbst. Adam und Eva erkannten, dass sie nackt waren. Ihre Scham suchten sie mit Feigenblättern zu bedecken. Wir suchen uns bis heute selbst zu rechtfertigen. Wir bleiben uns im tiefsten Inneren selbst ein Geheimnis. Jeremia rief aus: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“ (17,9)
  3. Der Mensch entfremdete sich auch seiner Umgebung. Der ursprüngliche Auftrag des Bebauens wurde wesentlich erschwert. Der Mensch leidet unter den „Dornen und Disteln“ der Arbeit, was ihm viel Mühsal und Beschwernisse abverlangt.

Die vierte Folge des Sündenfalls zeigte sich deutlich, als Gott das erste Menschenpaar zur Rechenschaft stellte. In unvergleichlicher Weise stellte Gott seine erste Frage, die auf das Herz des Menschen abzielte: „Wo bist du?“ Zur Verantwortung gezogen, zeigten Eva und Adam denselben Reflex, der uns – egal ob kleine Kinder oder Erwachsene – so vertraut ist: „Nicht ich, der andere.“ Wir weisen unsere Schuld von uns und schieben sie auf den Nächsten. Durch die Sünde haben wir uns auch voneinander entfremdet. Auf diese Entfremdung richten wir unseren Blick. Dafür lesen wir aufmerksam das Kapitel, das direkt nach der Schilderung des Sündenfalls anschließt.[1]

Woher kommen die Streitigkeiten unter euch?

Jakobus fragte Tausende von Jahren später: „Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.“ (4,1-2) Das vierte Kapitel der Bibel zeigt uns den Ursprung der zwischenmenschlichen Konflikte und Kriege. Für die Konflikt- und Friedensforschung aus christlicher Weltsicht ist dieser Abschnitt zentral. Diese Frage wird bis heute oft gestellt: Weshalb gibt es Krieg? Wir können die Frage auch umdrehen: Weshalb sehnt sich der Mensch nach Frieden? Weshalb hat es so viele Bestrebungen gegeben, den Krieg abzuschaffen und die Grundlage eines friedlichen Miteinanders zu schaffen? Der Schlüssel zur Antwort liegt in diesem Kapitel. Die Menschen haben sich durch die Sünde einander entfremdet. Die Sehnsucht nach Frieden ist die Antwort des Menschen auf die Spannung der Sünde. Egal, ob es um gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, eine Friedensmission in einem von Krieg zerrissenen Land, um Mediation bei einer Scheidung, um eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Nachbarn oder um eine Schlägerei auf dem Schulhof geht: Die Fährte führt zu 1. Mose 4 zurück.

Wir widmen uns diesem Abschnitt in drei Schritten:

  1. Zuerst sehen wir uns das Setup an: Nach der Ankündigung von Fluch und Segen werden die beiden ersten Nachkommen geboren. Sie wachsen unter der Spannung der Eltern heran, ob jemand der Schlange den Kopf zertreten würde. Doch dann kommt alles ganz anders.
  2. Zweitens widmen wir uns der Tat. Sie geschah nicht aus heiterem Himmel.
  3. Drittens begutachten wir die Konsequenzen, welche aus dem ersten Mord der Menschheitsgeschichte hervorgingen.

Das Setup: Es gibt nur zwei Linien der Menschheit

Gott gab dem Menschen im Paradies ein Gebot mit. Der Unterschied zwischen vorher und nachher besteht nicht in der unbeschränkten Freiheit des Menschen. Das Geschöpf ist ursprünglich zur Ehre des Schöpfers geschaffen worden. Alle Menschen, die grenzenlose Freiheit für sich in Anspruch nehmen, haben sich an die Stelle ihres Erschaffers gesetzt und die Rolle des Gesetzgebers an sich gerissen. Der Mensch wurde mit der Fähigkeit geschaffen, dem Gebieter zu gehorchen. Übrigens war es nicht so, dass die Wahlfreiheit des Menschen drastisch eingeschränkt worden wäre. Der Mensch durfte von allen Bäumen des Gartens ausgenommen von zweien essen. Die Schlange drehte diesen Sachverhalt um und fragte: Hat Gott nicht gesagt, dass ihr von keinem Baum essen dürft?

Der Mensch übertrat das Gebot und brach den Bund, dessen Bedingung Gott erhoben hatte. Das war keine Falle. Es war ein Test der Unterordnung. Nichts hätte dem Menschen gefehlt zu seinem Glück. Nur dachte er es sich in seinem Ungehorsam, dass ihm das Wichtigste fehlte. Jemand sagte mir kürzlich: „Sündigen erweitert die Möglichkeiten.“ So scheint es zu sein, doch dies ist eine große Täuschung. Die Sünde schränkt die eigenen Möglichkeiten und die meiner Nächsten drastisch ein.

Die Bibel zeigt die wahre Situation des Menschen auf: Er ist verflucht und wird aus der Gegenwart Gottes vertrieben. Das hätte das Ende des Menschen sein können. Doch Gottes ewiger Plan und Ratschluss geht über den Ungehorsam des Menschen hinaus. Er kündigt nicht nur Fluch, sondern auch kommenden Segen an. Der Nachkomme Evas, deren Name „Mutter der Lebendigen“ bedeutet, würde der Schlange den Kopf zertreten. Sie wurde zum ersten Mal schwanger und gebar – wir können annehmen, unter Schmerzen – einen Knaben. Im Unterschied zu heute wurde der Name nicht aus ästhetischen Gründen gegeben, sondern eng verknüpft mit Identität, Auftrag und Charakterzug des Menschen. Eva rief nach der Geburt aus, dass sie mit der Hilfe Gottes einen Mann erworben hatte. Was für ein Erwerb würde dies sein? Ich kann mir vorstellen, dass Eva gespannt war, ob dieser Nachkomme der Entfremdung des Menschen von Gott ein Ende bereiten würde.

Inzwischen wurde ein zweiter Sohn geboren. Seine Bedeutung deutet auf einen anderen menschlichen Grundbestand hin: Der Mensch war vergänglich, ja nur ein Hauch. Dieses Bewusstsein hatte sich seinen Eltern ebenfalls tief eingeprägt. Beide Söhne wuchsen heran, offensichtlich mit einem unterschiedlichen Gabenprofil. Kain wurde Ackerbauer, Abel Schafzüchter. Mit diesen kargen Worten wird ein Geheimnis des Menschseins beschrieben: Gott rüstet jeden Menschen mit einer einzigartigen DNA aus und stellt sie an einen einzigartigen Punkt der Geschichte. Jeder Mensch trägt etwas zur Entwicklung von Gottes Schöpfung bei. Das bedeutet, dass Ungleichheit unter den Menschen ein ursprünglicher, von Gott geschaffener Tatbestand darstellt.

Dann heißt es, dass die beiden Nachkommen Gott ein Opfer darbrachten. Woher wussten sie, dass sie Gott ein Opfer darbringen sollten? Wir finden keinen direkten Hinweis im Text, der dies erklärt hätte. Wir können dies nur aus einer Handlung Gottes schlussfolgern: Gott hatte nämlich den Eltern Adam und Eva Felle zur Bedeckung ihrer Scham gegeben. Dafür mussten Tiere ihr Leben lassen. Dies setzte den Standard für das erste Opfer der Menschen. Es ist also nicht erst die Verordnung Gottes mit Israel, die den Opferdienst begründete, sondern die Erkenntnis des Menschen aus Gottes Handeln mit ihnen. Der Mensch nimmt intuitiv wahr, dass er Gott entfremdet ist. Er will sich ihm nähern.

Doch blicken wir näher hin: Kain und Abel brachten Gott ein unterschiedliches Opfer dar. Kain reichte vom Ertrag des Feldes eine Gabe für Gott dar, Abel nahm ein Tier. Aus unserer Perspektive war da alles in Ordnung. Erschreckt stellen wir fest: Gott blickte auf Abels Opfer, aber auf Kains nicht. Weshalb? Hier kommen uns zwei Hinweise des Neuen Testaments zu Hilfe. In der Ahnengalerie des Glaubens im Hebräerbrief folgt der entscheidende Hinweis: „Durch Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch ihn erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht sei, indem Gott über seine Gaben Zeugnis ablegte, und durch ihn redet er noch, obwohl er gestorben ist.“ (Hebr 11,4) Der Unterschied zwischen Abel und seinem Bruder war – der Glaube. Johannes stimmt ein und beleuchtet dasselbe Ereignis aus der Perspektive Kains: „Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollen; nicht wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug. Und warum erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.“ (1Joh 3,11-12).

Das heißt also: Kain, der Erwerb Evas, war aus dem Bösen. Was heißt das? Er hatte keinen Glauben. Sein jüngerer Bruder Abel jedoch war gerecht. Diese Gerechtigkeit war jedoch durch seinen Glauben, nicht aber durch sein Werk und auch nicht durch das Opfer begründet. Gehen wir nicht vorschnell von dieser entscheidenden Stelle der Bibel weg. Hier wird uns in wenigen Worten ein Grundbestand des Menschseins und von Gottes Geschichte mit dem Menschen offenbart. Dem einen schenkt Gott Glauben, den anderen lässt er in seiner Bosheit bestehen. Es gibt deshalb nur zwei Linien der Menschheit: Die Linie der Verheißung und die Linie des Fluches. Die gesamte Schilderung des Alten Testaments ist in diesem Licht zu betrachten. Wir haben die Tendenz, uns einzelnen Figuren zuzuwenden und daraus Heldengeschichten zu bauen. Adam und Eva lieben wir wegen der Apfelgeschichte; die Sünde erscheint uns spannend und inspirierend! Wir blicken in unsere Kinderbibeln und freuen uns mit Noah über das riesige Schiff, stellen bewundernd fest, dass Abraham und seine Nachkommen sehr reich und ihren Nachbarn überlegen erschienen. Josef wurde Unterkönig von Ägypten, das Volk Israel wischte dem mächtigen Pharao eins aus. Doch halt: Hier färben wir die Grundtöne der Bibel falsch ein. Sie beschreibt zwei Linien der Menschheit, die Linie des Segens und die Linie des Fluches. Das soll keinesfalls fatalistisch verstanden werden, im Gegenteil. Just in diesem Moment, in dem du diese Zeilen liest, sollte dir die wichtige Frage durch den Kopf gehen: Gehe ich auf der Linie des Fluches oder auf der Linie der Verheißung? Schon das Volk Israel hatte Mose am Ende seines Lebens und vor dem Einzug ins Land vor die Wahl gestellt, entweder Fluch oder Segen zu wählen (5Mose 30,19). Auch der Erwerb Evas, der ältere Sohn Kain, wurde vor diese Wahl gestellt. Wir kommen zum zweiten Schritt.

Die Tat: Kain erschlug seinen Bruder

Nachdem der Rahmen in einigen wenigen Versen aufgebaut worden war, verlangsamt der Schreiber des Textes den Verlauf und richtet seine Kamera auf den Täter. Kain wurde sehr wütend und senkte sein Angesicht (V. 4). Wut wird hier nicht als kreativer Akt dargestellt. „Aggression muss raus.“ So wird manchmal behauptet. Nein, zuerst führt uns der Text dahin, nach dem Grund der Wut zu fragen. Das war nämlich die Frage, die Gott selbst Kain stellte: „Warum bist du so wütend?“ Dies ist eine weitere existenzielle Anfrage nach dem entlarvenden „Wo bist du?“ im Garten Eden. „Warum bist du wütend?“ Haben wir uns das selbst schon einmal gefragt? Haben wir diese Frage schon unseren Kindern gestellt? Was treibt uns zum Zorn?

Der von Gott entfremdete Mensch reagiert stets auf die gleiche Weise. Er missachtet Gottes Warnung. Wir sehen hier also zwei Dinge: Einerseits entfaltet sich der große Plan Gottes, alle Dinge unter ein Haupt zusammenzubringen und nach seinem Willen und auf sein Ziel hinzubewegen (Eph 1,10-11). Auch wenn sich aus menschlicher Sicht alles in die falsche Richtung bewegte, so hält Gott auch durch das Böse des Menschen hindurch seinen Rettungsplan aufrecht. Andererseits sind die beteiligten Menschen keine Marionetten, sondern verantwortlich handelnd. Gott konfrontierte Kain mit der Warnung, dass die Sünde vor der Tür lauert. Über den Vers ist viel gerätselt worden. Offenbar geht es darum, dass Kain aufgefordert wurde, über das Verlangen der Sünde zu herrschen.

Hier wäre der Punkt gewesen, in dem Kain seine Hilflosigkeit hätte eingestehen müssen. Er hätte Gott um Hilfe und Erbarmen anrufen müssen. Doch es wird mit keinem Wort erwähnt, dass er bei Gott Hilfe gesucht hätte. Die Wahrheit war: Die Sünde herrschte über ihn. Sie dominierte ihn und steuerte sein Verlangen. Ich weiß nicht, wie ein psychologisches Gutachten über Kain ausgefallen wäre. Das sind nicht einfach Emotionen, „die mit ihm durchgingen“. Er sah, dass sein Bruder von Gott gnädig angenommen wurde und er selbst nicht. Daraus erwuchs Neid. Es spielte sich „en miniature“ das ab, was Gott später durch das 10. Gebot regeln würde: Begehre nicht das, was dein Nächster hat. Es geht nicht um eine Frage des äußeren Verhaltens, sondern um ein innerliches Begehren. Die Bosheit wurzelt im Herzen des Menschen. Johannes spricht ja davon, dass Kain aus dem Bösen war (1Joh 3,12). Gottes Urteil über den sündigen Menschen lautet, dass sein Herz von Grund auf böse war den ganzen Tag (1. Mose 6,5; 8,21).

Kain hörte nicht auf die Warnung Gottes. Wie oft ist dieses Verhalten seither wiederholt worden. Der Mensch verfügt auch im sündigen Zustand über ein ethisches Bewusstsein. Das stellt Paulus in seiner Klage gegen den Menschen fest (Röm 1,32; 2,14). Er weiß sehr wohl aus seinem Inneren – Paulus spricht vom Gewissen –, wann er vom Gebot abweicht. Das Problem des Menschen ist deshalb ein ethisches: Er will sich Gottes Gebot nicht unterstellen. Er ist Rebell (vgl. Mt 23,37).

Die Gedanken Kains waren auf ein Ziel gerichtet: Sein Hass sollte sich am Bruder entladen, und er suchte den passenden Zeitpunkt dafür. Das Vorgehen erinnert an das von Judas Tausende von Jahren später. Die religiösen Führer Israels suchten nach einer Gelegenheit, Jesus auf die Seite zu schaffen. Pilatus, der römische Prokurator, wusste genau, dass ihn die Juden aus Neid überlieferten (Mt 27,18). Direkt vor dem letzten Passahmahl ging Judas hin, „um ihn an sie zu verraten. Sie aber waren erfreut, als sie das hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben. Und er suchte eine gute Gelegenheit, um ihn zu verraten.“ (Mk 14,10-11) Gottes Ratschluss hatte vorherbestimmt, dass sein eigener Sohn durch die Hände seines Volkes getötet werden würde (Apg 2,23). Doch das hob die Verantwortung des Mörders auf keinen Fall auf: „Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Es wäre für jenen Menschen besser, wenn er nicht geboren wäre!“ (Mk 14,20-21)

So verübt der voll verantwortliche Kain seine grässliche Tat. Sie stürzt seine eigene Familie in ein großes Elend. Davon steht zwar nichts geschrieben. Wir können uns jedoch das Entsetzen der Eltern vorstellen! Ihre Hoffnung hatte sich zerschlagen. Wenn wir den Text genau lesen, erkennen wir etwas von der großen Verunsicherung. Später wurde ihnen Seth geschenkt, dessen Name „Ersatz“ bedeutet: „Denn Gott hat mir für Abel einen anderen Samen gesetzt, weil Kain ihn umgebracht hat!“ (V. 25). Die gesamte Geschichte dreht sich um diesen Nachkommen, um die Linie der Verheißung. Gott sorgte für einen Ersatz.

Beachten wir auch Gottes Umgang mit Kain. Nach der Tat stellte Gott ihn nochmals zur Rede, so wie er es schon vorher getan hatte. Lassen wir uns nicht täuschen! Gott lässt sich nicht unbezeugt, auch heute nicht. Nicht nur verfügt jeder Mensch über Kenntnis von Gott. Sein Gewissen klagt ihn an. Gott fragte Kain: „Wo ist dein Bruder Abel?“ Dies ist eine weitere didaktische Frage Gottes. Natürlich wusste er, was geschehen war. Es war eine weitere Gelegenheit, die Vergebung Gottes zu suchen und seine Sünde einzugestehen. Doch Kain reagiert ganz anders. Wie schon seine Eltern beginnt er sich selbst zu rechtfertigen.

Seine Ausrede ist in die Geschichte der Menschheit eingegangen: „Bin ich meines Bruders Hüter?“ Eben das hätte er sein sollen. Jesus schuf durch sein Opfer eine Gemeinschaft von Menschen, die daran erkannt würden, dass sie eine gegenseitige Liebe zueinander hätten (Joh 13,34-35). Menschen, die von Herzen sagten: Ich bin meines Bruders Hüter; deren Hass geheilt würde; die zusammen Gott dienten und ihm die Opfer des Lobes darbrächten, die er von den Menschen wünschte (vgl. Hebr 13,13). Der von Gott abgewandte Mensch gibt seine Sünde nicht zu, selbst wenn sie vor Gott offen zutage liegt.

Das bringt uns zum dritten Schritt: Der Betrachtung der Folgen.

Die Folgen: Ruhelose Flucht und rasante Entwicklung

Während Kain seine Verantwortung und sogar seine Tat abstreitet, weiß er sich nach der Ankündigung der Konsequenzen sehr wohl zu wehren. Zielstrebig bringt er sich ein und reklamiert vor Gott, seine Strafe falle zu hart aus. So wenig unser sündiges Herz die eigene Verfehlung am Nächsten zugeben mag, so schnell sind wir bereit, für Milde im eigenen Fall zu plädieren. Das gesamte Kapitel ist auch ein Lehrstück für die Erziehung von Kindern (und damit auch von uns Eltern). Wie gehen wir mit Wut und Aggression um? Fragen wir nach dem treibenden Motiv? Wie reagieren wir auf Hartherzigkeit? Wie konfrontieren wir das Kind nach einer Tat? Welche Fragen stellen wir ihm? Wie geben wir ihm Gelegenheit Sünde zu bekennen? Wie sprechen wir mit ihm über seine Verantwortung Gott, den Eltern und Geschwistern gegenüber?

Die Strafe Gottes ist schrecklich. Halten wir das an dieser Stelle fest. Es ist die Logik der Sünde, dass sie verspricht, einen von Problemen zu entheben (in Kains Fall vom lästigen Bruder). Doch die Folgen der Sünde sind schrecklich. Sie knechten uns und andere. Kain wird ein unstetes und flüchtiges Leben verbringen. Es ist das Los der Linie des Fluches seither geblieben. Es treibt den Menschen eine große Ruhelosigkeit umher. Er sucht die Anklage und den Schmerz der Sünde zu betäuben. Doch selbst mit den stärksten Drogen wird dies nicht möglich sein. Es entfaltet sich vielmehr ein Kreislauf der eigenen Zerstörung.

Gott ging auf das Anliegen Kains ein. Wir fragen uns, weshalb. Der Text gibt keine direkte Antwort darauf. Wir können jedoch eine Teilantwort geben: Es geht Gott stets um seine eigene Ehre und seinen großen Plan. Gott begrenzte das Böse, indem er Kain markierte und ihn vor weiteren Taten schützte. Das ist ein großes Geheimnis, dass Gott selbst Menschen, die direkt ins Unheil laufen, schützt. Wenn der Mensch sich gänzlich selbst überlassen wäre, hätte er sich längst selbst zerstört. Diesen Kreislauf durchbrach Gott, indem er das Böse begrenzte. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass er damit die Tat Kains relativiert hätte. Paulus sagt: „Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der jedem vergelten wird nach seinen Werken…“ (Röm 2,4-6) Täuschen wir uns nicht. Gott muss Sünde richten. Dass er langmütig wartet, heißt nicht, dass er Sünde gutheißt. Für den Betreffenden bedeutet es vielmehr, dass Gottes Güte ihn zur Umkehr bewegen soll. Tut er dies nicht, häuft er sich Zorn auf für den Tag des Gerichts. Gott wäre nicht gerecht, wenn er über die Bosheit des Menschen hinweggehen würde. Er wäre nicht Liebe, wenn er nicht gerecht wäre. Das ist übrigens auch das Fundament der christlichen Sozialethik: Gerechtigkeit und Liebe verbinden sich durch das Werk seines Sohnes miteinander. Der sündlose Gottessohn trägt den gerechten Zorn Gottes und tut ihm völlige Genüge. Sein Opfer schafft die Voraussetzung, dass Gott seine Liebe Menschen in vollem Maß zukommen lassen kann, die Sünder sind (Röm 5,8).

Der traurigste Satz dieses Kapitels ist nicht der Mord an Abel. Noch trauriger ist der Schlusssatz nach der Konfrontation Gottes: Kain ging weg vom Angesicht des Herrn (V. 16). Es kann nichts Schrecklicheres geben. König Salomo betet später bei der Einweihung des Tempels: Wenn sich Gottes Volk „über dem mein Name ausgerufen worden ist, demütigt … und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.“ (2Chr 7,14) Leider gibt es beide Wege. Die einen suchen sein Angesicht und die anderen wenden sich davon ab. Es gibt jedoch auch in diesem Kapitel einen Hoffnungsschimmer: Als Kains Ersatz, Seth, auf die Welt kommt, wird hinzugefügt: „Damals fing man an, den Namen des Herrn anzurufen.“ (V. 26) Während der eine vom Angesicht Gottes wegläuft, wendet die gleiche Not andere Menschen dem Herrn zu. So sehen wir, dass Gott auch durch das Böse hindurch seinen Plan verwirklicht. Er tut es bis heute und ruft Menschen durch Umkehr. Er tut es nicht selten durch leidvolle Begebenheiten. C. S. Lewis spricht davon, dass Leid das „Megafon Gottes“ sei.

Der Rest des Kapitels hängt eng mit dem gesamten Geschehen zusammen. Wir hätten uns gedacht, dass Kain nun hinging und ein Leben lang in Höhlen hauste. Das Gegenteil war der Fall. Er ging hin, nahm eine Frau – aus der Nachkommenschaft von Adam und Eva –, und bekam Nachkommen. Wahrscheinlich hätten wir heute gesagt: Über die nächsten Jahrhunderte ist Gras über die schreckliche Tat gewachsen. Nicht nur Gras! Die Nachkommen Kains setzten eine rasante Entwicklung in Gang. Landwirtschaft und Gewerbe blühten auf. Städte wurden gegründet. Musik und Künste erlebten eine erste Blüte. Es schien, als habe sich die Menschheit vom Mord Kains erholt. Sie begannen auch als Sünder, den Auftrag Gottes in die Tat umzusetzen. Was hatte er den Menschen geboten? Sie sollten sich vermehren und die Schöpfung Gottes entwickeln. Nun nahm diese Entwicklung ihren Lauf.

War alles wieder in Ordnung? Wer den Abschnitt genau liest, wird merken, dass sich ein anderer Ton in den Kulturoptimismus hineinmischt. Da lesen wir von Lamech, der sich zwei Frauen nahm. Wie hatte es Gott am Anfang angeordnet? Ein Mann sollte einer Frau (Einzahl) anhängen. Gottes ursprüngliches Format wurde auch in dieser Hinsicht bald außer Kraft gesetzt. Lamech war der Prototyp für die Vielehe. Was für ein Leid hat er in unzählige Familien auch innerhalb der Linie der Verheißung gebracht (zum Beispiel in Jakobs oder Samuels Familie). Noch etwas. Lamech pries sich dafür, dass er sich für eine geringfügige Verletzung mit der Tötung rächte. Er bezog sich dabei auf seinen Vorfahren Kain. Die Menschen wohnten zwar in Zelten und Städten, verfügten über Metallwerkzeuge und Musikinstrumente. Doch der Friede war nicht wiederhergestellt. Die Menschen, so heißt es in 1. Mose 6, handelten verderbt. Das Böse nahm so zu, dass Gott ein Gericht über den gesamten Erdkreis bringen musste.

Weshalb haben wir Menschen Krieg?

Weshalb streiten sich Ehepaare bis zum finanziellen und psychischen Ruin? Weshalb bekämpfen sich Nachbarn bis zum Verlust des gesamten Vermögens? Weshalb rächen sich Arbeitnehmer an Arbeitgebern und Schüler an Lehrern? Weshalb haben wir an über 100 Orten der Welt Konflikte? Weshalb bekämpfen sich Völker sogar gegenseitig und richten sich unterschiedliche Stämme zugrunde? Wir könnten aber auch ganz anders fragen: Weshalb haben sich die Menschen noch nicht zugrunde gerichtet? Weshalb ist keine Welt-zerstörende Bombe abgeworfen worden? Weshalb hat sich Europa nach dem Zweiten Weltkrieg erholen können?

Die Antwort auf das erste Bündel Fragen lautet: Weil die Sünde die Menschen einander entfremdet hat. Der Ursprung von Gewalt und Zerstörung beginnt im Herzen, der inneren Schaltzentrale des Menschen. Von dort breitet sie sich aus – zuerst in der eigenen Familie. Geschwister sind einander Feind. Kinder missachten ihre Eltern. Eltern misshandeln ihre Kinder. So geht es weiter bis dahin, dass Völker sich bekämpfen. So wie ein Streichholz einen Waldbrand entfachen kann, so lösen Worte große Konflikte aus (vgl. Jak 3).

Die wichtigste Frage ergeht deshalb an jeden einzelnen von uns: Wie stehen wir zum Schöpfer? Hören wir auf seine Fragen: Wo bist du? Wo befindest du dich? Warum hast du so und nicht anders gehandelt? Weshalb treibt dich der Hass gegen andere Menschen? Ich hoffe, es geht dir wie dem Zöllner im Gleichnis von Jesus: „Sei mir Sünder gnädig.“ An welcher Stelle wir auch immer stehen, jetzt ist die Zeit für Umkehr. Geh nicht von diesem Punkt weiter wie Kain, der vom Angesicht des Herrn weggegangen ist. Beginne wie Adam und Eva damit, den Namen des Herrn anzurufen. Wenn es geschieht, preisen wir den Herrn, denn auch dieses Anliegen kommt von ihm selbst aus.

So lege ich dir heute anhand von 1. Mose 4 Fluch und Segen vor. Den Fluch, damit er dich in die Arme des gerechten und barmherzigen Gottes treibe; den Segen, damit er die Dankbarkeit in dir entfache. Gott redet durch sein Wort. Es lässt dich nie unverändert zurück. Bitten wir ihn, dass er uns gnädig sei und uns seines Segens teilhaftig werden lasse. Amen.

[1] Bitte lies 1. Mose 4 in einer guten Bibelübersetzung dreimal durch. Das erste Mal kannst du dir dabei die Frage stellen: Wie wird das Geschehen aus Gottes Sicht bewertet? Nimm beim zweiten Mal die Perspektive der Eltern Kains ein, das dritte Mal die Position von Kain selbst.

Über den Autor

Hanniel Strebel (1975), verheiratet mit Anne Catherine, fünf Söhne, Vielleser und regelmäßiger Blogger. Er ist Betriebswirt (FH), Theologe (MTh, USA) und hat vor kurzem in Systematischer Theologie promoviert. Gott hat das Thema „Lernen“ als roten Faden in sein Leben gelegt. Seine Frau und er unterrichten ihre Söhne zusammen privat.

PR-gerechte Wut & Inszenierung: Arundhati Roy ist zurück #arundhatiroy #gandhi #indien

PR-gerechte Wut & Inszenierung: Arundhati Roy ist zurück #arundhatiroy #gandhi #indien

Pünktlich zum 70-jährigen Staatsjubiläum kommt Arundhati Roy mit dem (politischen?) Roman „Das Ministerium des äußersten Glücks“ zurück auf die internationale Bühne.

Erinnerung: Arundhati Roy auf „Anti-Gandhi-Tour“

Jahrelang war Roy unterwegs auf einer globalen „Anti-Gandhi-Tour“, in der sie Gandhi als angeblichen Anhänger des indischen Kastenwesens dargestellt hat. Roys Gegen-Held ist Bhimrao Ramji Ambedkar. Dessen berühmte Schrift „The Annihilation of Caste“ wurde mit einer neuen Einleitung von Roy mehrfach neu aufgelegt.

Auch in Deutschland hatte Roy Erfolgt. So wurden z.B. in der Sendung „ttt – titel, thesen, temperamente“ am 15.12.2014 die Thesen von Roy unter dem Titel „Ende eines Mythos?“ veröffentlicht:

Mahatma Gandhi sei nicht der friedliebende Held der Gewaltlosigkeit gewesen, für den ihn die Welt halte, sagt sie. Vielmehr sei er „bedingungsloser Verfechter einer der gewalttätigsten Gesellschaftsformen der Welt“ gewesen: dem Kastensystem. Mahatma Gandhi, kein Heiliger – sondern einer, der Unterdrückung durch die rigorose Einteilung in Kasten unterstützt hat – oder sogar ein Rassist?

Statt Fundamentalkritik: Differenzierung

Wer differenzierte Analysen lesen möchte, die unter die Oberfläche der PR-gestylten Wut und jenseits des moralischen Zeigefingers liegen, der kann in folgenden beiden Artikeln fündig werden:

Christopher Rüchardt: Mythos versus Wirklichkeit: Mohandas Gandhi im Lichte der Kritik von Arundhati Roy

Timothy Schlegel: Gandhi und Ambedkar: Der „Heilige des Status quo״ und der Dalit-Professor

Ein genauerer Blick auf Roys Fundamentalkritik an Gandhi zeigt nämlich, dass Roy Gandhis Philosophie größtenteils nicht berücksichtigt und sie macht einen klassischen Fehler, indem sie sein Denken und seine politischen Entscheidungen in einem falschen Kontext setzt. Bewusst oder unbewusst?

Beide Artikel finden Sie in folgendem Buch:

Indien verstehen

Die unerwartete Kraft: Markus 4,35 – 5,20

Predigt: Die unerwartete Kraft

Waldemar Justus

http://efg-emmendingen.de/downloads/object_details.php?ucat_id=1&oid=251&id=41

Stillung des Sturms

35 Und an jenem Tag sagt er zu ihnen, als es Abend geworden war: Lasst uns zum jenseitigen Ufer übersetzen!

36 Und sie entließen die Volksmenge und nehmen ihn im Boot mit, wie er war. Und andere Boote waren bei ihm.

37 Und es erhebt sich ein heftiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot sich schon füllte.

38 Und er war hinten im Boot und schlief auf dem Kopfkissen; und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?

39 Und er wachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.

40 Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

41 Und sie fürchteten sich mit großer Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorchen?

Heilung eines besessenen Geraseners

1 Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gerasener.

2 Und als er aus dem Boot gestiegen war, begegnete ihm sogleich von den Grüften her ein Mensch mit einem unreinen Geist,

3 der seine Wohnung in den Grabstätten hatte; und selbst mit Ketten konnte ihn keiner mehr binden,

4 da er oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden worden war und die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren; und niemand konnte ihn bändigen.

5 Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen.

6 Und als er Jesus von weitem sah, lief er und warf sich vor ihm nieder;

7 und er schrie mit lauter Stimme und sagt: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht!

8 Denn er sagte zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen!

9 Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er spricht zu ihm: Legion ist mein Name, denn wir sind viele.

10 Und er bat ihn sehr, dass er sie nicht aus der Gegend fortschicke.

11 Es war aber dort an dem Berg eine große Herde Schweine, die weidete.

12 Und sie baten ihn und sagten: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie hineinfahren!

13 Und er erlaubte es ihnen. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, etwa zweitausend, und sie ertranken in dem See.

14 Und ihre Hüter flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land; und sie kamen, um zu sehen, was geschehen war.

15 Und sie kommen zu Jesus und sehen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, bekleidet und vernünftig sitzen, und sie fürchteten sich.

16 Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dem Besessenen geschehen war und das von den Schweinen.

17 Und sie fingen an, ihn zu bitten, dass er aus ihrem Gebiet weggehe.

18 Und als er in das Boot stieg, bat ihn der, der besessen gewesen war, dass er bei ihm sein dürfe.

19 Und er gestattete es ihm nicht, sondern spricht zu ihm: Geh in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, wie viel der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat.

20 Und er ging hin und fing an, im Zehnstädtegebiet1 auszurufen, wie viel Jesus an ihm getan hatte; und alle wunderten sich.

 

Hanniel bloggt: Der Charakter der Psalmen #bibel #psalmen #luther

Zitat der Woche: Der Charakter der Psalmen

Ein menschliches Herz ist wie ein Schiff auf einem wilden Meere, welches die Sturmwinde von allen vier Himmelsrichtungen hin und her treiben: von hieher stößt Furcht und Sorge vor zukünftigem Unglück; von dorther fährt Gram und Traurigkeit über gegenwärtiges Übel; von da weht Hoffnung und Vermessenheit im Blick auf zukünftiges Glück; von dort bläst Sicherheit und Freude über gegenwärtigen Gütern. Solche Sturmwinde aber lehren mit Ernst reden und das Herz öffnen und es von Grund ausschütten. Denn wer in Furcht und Not steckt, der redet sehr viel anders vom Unglück, als wer in Freuden schwebt; und wer in Freuden schwebt, der redet und singt sehr viel anders von Freuden, als wer in Furcht steckt. Es kommt nicht von Herzen, sagt man, wenn ein Trauriger lachen oder ein Fröhlicher weinen soll; das will heißen: seines Herzens Grund steht nicht offen und kommt nicht heraus [ans Licht]. Was ist aber das meiste im Psalter anderes als solch ernstliches Reden in allerlei solchen Sturmwinden?

Wo findet man feinere Worte von Freuden als in den Lob- oder den Dankpsalmen? Da siehst du allen Heiligen ins Herz wie in schöne Lustgärten, ja wie in den Himmel; [du siehst], wie feine, liebliche, herzerfreuende Blumen darin aufgehen von allerlei schönen, fröhlichen Gedanken gegen Gott um seiner Wohltat willen.

Andererseits, wo findest du tiefere, von Klage und Jammer mehr erfüllte Worte der Traurigkeit als in den Klagepsalmen? Da siehst du abermals allen Heiligen ins Herz wie in den Tod, ja wie in die Hölle. Wie finster und dunkel ist’s da von allerlei betrübtem Anblick des Zornes Gottes! Ebenso auch, wo die Heiligen von Furcht oder Hoffnung reden, da gebrauchen sie solche Worte, dass dir kein Maler die Furcht oder die Hoffnung so abmalen und kein Cicero oder Redekundiger sie dir so schildern könnte. Und, wie gesagt, das Allerbeste ist, dass die Psalmisten diese Worte Gott gegenüber und mit Gott reden; denn das bewirkt, dass doppelter Ernst und zwiefältiges Leben in den Worten liegt. Denn wo man sonst Menschen gegenüber von solchen Dingen redet, geht es nicht so stark von Herzen, brennt, lebt und drängt nicht so sehr.

Daher kommt’s auch, dass der Psalter aller Heiligen Büchlein ist, und ein jeder, in welcher Lage er auch ist, Psalmen und Worte darin findet, die sich auf seine Lage reimen und so auf ihn passen, als wären sie nur um  seinetwillen so geschrieben; er könnte sie auch selbst nicht besser verfassen oder erfinden, noch sich bessere wünschen. Das ist dann auch dazu gut: wenn einem solche Worte gefallen und sie auf ihn passen, dann wird er dessen gewiss, er sei in der Gemeinschaft der Heiligen, — es sei ja allen Heiligen so ergangen, wie es ihm geht, weil sie alle das gleiche Liedlein mit ihm singen; — besonders dann, wenn er die Worte in solcher Weise auch Gott gegenüber reden kann, wie sie es getan haben. Dies muss freilich im Glauben geschehen, denn ein gottloser Mensch findet keinen Geschmack an solchen Worten.

Martin Luther, Vorrede zum Psalter (1528), WA DB 10, 1, Seite 100-102, abgedruckt in: Martin Luther, Das schöne Confitemini, Calwer Luther-Ausgabe, Bd. 7, Siebenstern: München-Hamburg 1967, Seiten 56-58.

R.C. Sproul: Can a Christian know that he is saved? #christianity #bible #sproul #religion

R.C. Sproul: Can a Christian know that he is saved?

“Some Christians that I know struggle with assurance and knowing that they are saved. So how can a Christian know that he is saved?”
Well, first of all, let me just say that I hear that question a lot and it’s a crucial question. It’s not just an abstract theological curiosity. It has to do with your very status before God. You want to know for sure that you’re in the kingdom of God. Peter tells us that ‘we are to make our election and our calling sure’ for the purpose of growth in our sanctification. Because if we’re not sure where our standing is before God, then we’re tossed to and fro with every wind of doctrine, we’re unstable in all of our ways. So I just want to underscore how important that question is. Now I come at it two ways, one theological and the other one very practical. I’ll start with a practical one. When people ask me how can I know if I’m saved, I ask them, “Do you love the biblical Christ perfectly?” And almost every time—I’ve only had one practicing perfectionist answer it differently, but almost every time—people will look at me and say, “No, I don’t love him perfectly.” I said, “Okay.” Well, the second question is this, “Do you love Him as much as you should love Him?” Obviously, if they answered yes to the first question, they have to answer yes again. I said, “Okay.” So now, whatever assurance they maybe had has started to dissolve away just by this question.
I said, “Let me ask a third question, this is a critical question, Do you love the biblical Jesus at all? Do you have any affection in your heart for the Christ of the New Testament?” And if they say yes to that then I can say, “Okay, how can you possibly have any affection for Jesus unless you’re born of the Holy Spirit? And you couldn’t be born of the Holy Spirit unless you were elect, and if you are elect, then you can be sure of your status before God.” Now that’s where your whole doctrine of justification, your doctrine of election, and all of that theological content comes into play, because I know that I couldn’t love Jesus unless I were reborn, and I couldn’t be reborn unless God has sovereignly chosen to give me the gift of regeneration. So there my theology supports my confidence that He will finish what He has started and that I can have my full trust in my salvation.
Quelle: http://www.ligonier.org/blog/do-you-love-biblical-jesus/

#Netanyahu: I won’t be toppled, I have nothing to fear #israel

Netanyahu: I won’t be toppled, I have nothing to fear

By Gil Hoffman

Jerusalem Post, August 8, 2017

Prime Minister Benjamin Netanyahu has rejected criminal suspicions leveled against him in recent days, amid speculation that his tenure will end soon.

According to a report on Kan, the Israeli Public Broadcasting Corporation, Netanyahu lashed out – in private conversations with Knesset members – at the press, the opposition and members of his own party, whom he accused of conspiring to unseat him.

“They are trying to get me and attempting to topple the Right,” Netanyahu told senior officials in his coalition, according to the report. “This is not new. They have been trying for many years. I don’t see us going to elections now.”

Netanyahu mocked reports about his former chief of staff, Ari Harow, who has turned state’s witness against him, and Case 2000, in which he is accused of conspiring to harm one newspaper and help another.

“It’s not like I am going tomorrow and they are going to replace me,” he said. “I don’t know what they want from me. I have nothing to fear. I don’t think I have a problem.”

Netanyahu slammed Transportation Minister Israel Katz for “undermining” him, and accused him of being behind an anonymous quote in Yediot Aharonot, attributed to a senior Likud figure, saying he would not permit Netanyahu to remain in power if he is indicted.

“The senior minister in the Likud can continue trying to replace me,” Netanyahu said.

Katz’s office denied that he tried to undermine Netanyahu.

Netanyahu posted on his Facebook page an article quoting senior Palestinian sources saying they hoped the investigations would topple him, and wrote: “It won’t happen.”

Various Hebrew media outlets published comparisons on Monday between what politicians said when former prime minister Ehud Olmert was investigated and what they are saying now about Netanyahu.

Likud politicians who called on Olmert to quit when he was under investigation spoke very differently about Netanyahu, while politicians who defended Olmert are now saying Netanyahu should resign.

Deputy Foreign Minister Tzipi Hotovely (Likud) said the comparison was invalid because in 2008 American businessman Moshe Talansky had already testified that Olmert had received an envelope of money in his hand with more than NIS 500,000 in cash.

“Now, the media is attempting – which I find contemptuous – to draw a comparison between Olmert and Netanyahu,” she said. “I call on all of you to be patient. Don’t accept the poisoned arrows that are being served up each evening as though they were the real truth and, most importantly, remember: Netanyahu is not Ehud Olmert.”